Wie es sein wird

Ist das nicht ein schöner Planet?
Den Ozeane umranden, wo der Himmel sich dreht
wo ständig Wellen branden und das Wetter vergeht
wir treiben und wir landen wo der Wind uns hinweht

am Morgen als wir stranden winkt ein heller Komet
die Insel, die wir fanden, ist wie ein Magnet
und die die hier versanden, wie der alte Poet
die haben es verstanden, was keiner versteht

die Träume sind vorhanden, kommt her und seht
die schmuckvollen Veranden, die Guaven im Beet
die prachtvollen Girlanden, das ganze Paket
es gibt nichts zu verlieren.

Kennst du den kleinen Basar?
Er lohnt sich anzuschauen, gerade sein Inventar
ich weiß noch ganz genau in welcher Ecke er war:
der aus Granit gehauene uralte Altar

bedeckt von einem blauen ausgebleichten Talar
dort lassen wir uns trauen auf meine Gefahr
wir sollten’s nicht versauen, wäre mein Kommentar
und gleich daneben bauen wir die passende Bar

für Männer und für Frauen und für jedwedes Paar
die Blonden und die Grauen, die mit farbigem Haar
die Scheuen und die Schlauen, und die unterm Radar
wir können nur gewinnen.

Wohin rückt uns die Zeit?
Der Plan schien ausgegoren, wir waren bereit
wir haben uns geschworen, wir bleiben zu zweit
sahen uns als Auserkorene für die Ewigkeit

es klang in unseren Ohren so unendlich befreit
nach himmelweiten Toren, horizontbreit
wir haben uns verloren aus Unachtsamkeit
waren einfach nicht geboren für die Unsterblichkeit

die Sterne sind gefroren und die Schnuppen verschneit
er quillt aus unseren Poren, der sinnlose Streit
der Regen in den Rohren rinnt unfassbar weit
verliert sich in den Meeren.

(Text: Gabor Paal, Musik: Chico Buarque)

Traumarbeit