Haben Sie fachspezifische Träume?

Ich träume oft von Orten.IMG_1491
Die Handlungen verblassen in der Erinnerung. Die Orte bleiben im Gedächtnis, und von manchen Orten und Gegenden träume ich immer wieder, unabhängig davon, ob ich schon mal dort war oder nicht. Es sind oft auch keine realen Orte. Die Erde in diesen Träumen ist überschaubar, die Landschaften nehmen, wie auf einer touristischen Landkarte, eine stark stilisierte Form ein. Sie sehen in den Träumen aus wie Mental maps, wenn man sie fotografieren würde. Die Träume kehren somit den Wahrnehmungsprozess um: Sie behandeln die Mental maps – die Repräsentation von Räumen im Kopf – als reale, surreale Landschaften. Mit der Zeit sind so viele davon zusammen gekommen, hier eine kleine Sammlung.

Ich weiß nicht, wann das angefangen hat. Aufgefallen ist es mir das erste Mal ungefähr vor zehn Jahren. Mein Geographiestudium liegt schon lange zurück, seit 23 Jahren arbeite ich als Journalist. Doch die Träume sind geographisch geblieben. So wie ich auch im wachen Zustand meine Affinität für Landschaften und Karten behalten habe. Topophilia nannte das Yi Fu Tuan. (s. Die ästhetische Grundlage der Geographie)

Dieser kurze Artikel ist zugleich der Beginn einer kleinen Reihe über #Traumarbeit.

Was mich zunächst interessieren würde: Haben Biologen, Historikerinnen, Chemiker, Physikerinnen, Mathematikerinnen , Psychologen, Soziologen, Architektinnen oder gar Philosophinnen ähnlich fachlich gefärbte Träume? Über Kommentare freue ich mich.

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